Auskragende Stahlkonstruktion über einem betonierten Gebäude.

Baustellenrundgang am Bundeskanzleramt

Das Band des Bundes wächst

Heute ist der 17. Juni. Allen Jüngeren zur Erinnerung: Von 1954 bis zur Wiedervereinigung 1990 war der 17. Juni in Erinnerung an den Volksaufstand der DDR ein Jahr zuvor unser Nationalfeiertag, der damalige „Tag der Deutschen Einheit“.

Diese Einheit ist glücklicherweise formal seit dem 03. Oktober 1990 vollzogen. Nachfolgend wurde Berlin wieder zur Hauptstadt und der Regierungssitz von Bonn dorthin verlegt. Den städtebaulichen Wettbewerb zur Umsetzung des Regierungsviertels mit der Neugestaltung des Spreebogens in Berlin gewannen 1992 Axel Schultes und Charlotte Frank mit ihrem Entwurf des „Band des Bundes“. Dieses Band überbrückt mehrfach die Spree und verbindet symbolisch die damals getrennten Stadtteile. Bedauerlicher Weise ist dieses geplante Band nie vollständig umgesetzt worden.

Die aktuell heranwachsende Baustelle des Erweiterungsbaus des Bundeskanzleramts auf der Fläche des ehemaligen Kanzlerparks ist ein Baustein dieses Bandes. Während die Rohbauarbeiten langsam dem Ende entgegen gehen, sind die Montagearbeiten zu den Metall-Glas-Fassaden und dem durch die Baumlücke weithin sichtbaren Heliport in vollem Gange.

Vergangene Woche haben wir bei einem ausführlichen Baustellenrundgang die fachgerechte Umsetzung der von uns geplanten Sonderkonstruktionen in Augenschein genommen. Von außen sichtbar sind die bereits teilweise verglasten Wintergartenfassaden, ausgeführt von der Fa. App aus Leutkirch. Besonders gespannt warten wir im weiteren Verlauf auf die Untersichtsbekleidung des Heliports, die in einigen Wochen beginnen soll.